11.10.2017

FR Challenge holt Weltrekord

Gestern Morgen um 10 Uhr Schweizer Zeit hat das Freiburger Team Geschichte in der Welt des Gasballonfliegens geschrieben. Die zwei Ballonpiloten des Teams Fribourg Freiburg Challenge, Laurent Sciboz und Nicolas Tièche, haben den Weltrekord im Langstreckenfliegen mit einem Gasballon gewonnen. Sie haben die bisherige Rekordmarke der Belgier, Robert Berben und Benoît Siméons, von 3400 km im Jahr 2005 übertroffen. Der Start erfolgte am Sonntag in Albuquerque (New Mexico, USA). Nach 59 Stunden und 35 Minuten und 3666 zurückgelegten Kilometern landeten die Freiburger um 14.15 Uhr in der Nähe von Labrador City, im Nordwesten Kanadas. Sie sicherten sich damit den ersten Platz im America’s Challenge.

Gestern war ein historischer Moment. Gegen 10 Uhr Schweizer Zeit, hat das Team Fribourg Freiburg Challenge mit den Ballonpiloten Laurent Sciboz et Nicolas Tièche die historische Marke von 3400 km überflogen. Der Weltrekord der Belgier Robert Berben und Benoît Siméons aus dem Jahr 2005 wurde über der Wildnis der kanadischen Taiga übertroffen. Mit dieser Bestleistung holte sich das Freiburger Team den ersten Platz im America’s Challenge, dem berühmten Luftfahrt-Wettkampf.

Stress mit der Logistik

Die zwei Freiburger Ballonpiloten nehmen von 7. bis 15. Oktober 2017 am America’s Challenge in Albuquerque, New Mexico (USA) teil. Nach einer turbulenten Vorbereitung erfolgte der Start am Sonntag um 2 Uhr nachts Schweizer Zeit. Doch zwölf Stunden vor dem Start war es für die Freiburger noch unklar, ob sie ihren Ballon rechtzeitig geliefert bekommen. Sie hatten mit Transport und Logistikproblemen zwischen dem Flughafen Dallas und Albuquerque zu kämpfen.

Nach dem Start stieg der Ballon von Fribourg Freiburg Challenge schnell auf eine Höhe von 1000 m, um die Felskette zu überfliegen. Anschliessend wählten die Piloten eine Flughöhne von 400 m, um so die Ebene von Kansas mit bis den zu 100 km/h schnellen Winden, den „low level jets“ zu überfliegen.

Extrembedingungen

Fribourg Challenge landete nach 59 Stunden und 35 Minuten Flugzeit und 3666 zurückgelegten Kilometern um 14.15 Uhr Schweizer Zeit in Kanada, in der Nähe von Labrador City. Eine der Extremherausforderungen des Abenteuers war der zwölfstündige Nachtflug in Höhen zwischen 4000 und 5000 m mit Geschwindigkeiten zwischen 80 – 130 km/h und Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius. Bisher haben Laurent Sciboz und Nicolas Tièche solche Extrembedingungen noch nie erlebt. Sie liessen sich jedoch ihre gute Laune und den Humor nicht verderben und schickten beim Überflug der wilden kanadischen Taiga folgende Nachricht an ihr Team in der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR): „Wir werden versuchen, in einer Trapperhütte zu landen.“

Ein innovatives Team aus der HTA-FR

Die beiden Ballonpiloten konnten auf ein fünfzehnköpfiges Team, wovon vier Professoren aus der HTA-FR, zählen. Die Hochschule hat ihr Know-how in die Physik des Ballons und die numerischen Analysen und Simulationen zur Optimierung der Flugstrecke und Flughöhe eingebracht. Das Team der HTA-FR entwickelte ebenfalls das Messsystem an Bord des Ballons, mit welchem die Piloten taktische und strategische Entscheide vorwegnehmen konnten. Die beiden Professoren Vincent Bourquin und Nicolas Schroeter leiteten und koordinierten auch die Kommandozentrale für das Freiburger Pilotenteam.

Die zwei belgischen Meteorologen, Wim de Troyer und Sarah Coppens, unterstützten das Team als Spezialisten für die Flugbahnplanung. Yannick Serex und Samuel Rouiller kümmerten sich um die strategische und taktische Planung des Wettkampfs. Ein Team von vier Personen stand Laurent Sciboz und Nicolas Tièche vor Ort in den USA für die Logistik und Ausrüstung zur Verfügung. Der Fribourg Freiburg Challenge wird finanziell von den 4 Pfeilern der Freiburger Wirtschaft (4P) und von Fribourgissima Image Fribourg unterstützt. Diese Unterstützung hat zu innovativen technologischen Entwicklungen in den Forschungsaktivitäten der HTA-FR beigetragen. Die Zielvorgaben von 4P und Fribourgissima für dieses Projekt konnten eingehalten werden und wurden darüber hinaus mit einem Weltrekord und dem ersten Platz im America’s Challenge gekrönt.

 

 

 

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